Backe, backe Brote - Kartoffelbrot, mit rohen Kartoffeln

 ...und heute, passend zum Thema:


 Kartoffelbrot


Inspiriert durch eine ganz liebe, alte Freundin (also wir kennen uns schon ewig, Die ist nicht alt !) wage ich mich heute an ein Brot mit rohen Kartoffeln im Teig. Das ist Ihr Lieblingsbrot ! Und ich gebe zu, das war mir neu. Man sieht daran, es gibt Details die man immer wieder entdecken kann. Auch nach langer, langer Zeit.

Früher gab es das Brot oft im Herbst bei unserem Bäcker. Ja, da waren auch, wie in dem Brot was es heute gibt, ECHTE Kartoffeln drin. In den meisten Bäckereifilialen gibt es zwar ab und an mal Kartoffelbrot, aber dort wird meistens Kartoffelpulver genutzt. Ja, auch irgendwie Kartoffel, aber es geht nix über frische Knollen.

Hier das Rezept:

200 g rohe, geschälte Kartoffeln

400 g lauwarmes Wasser

20 g Hefe (alternativ 1 gehäufter TL Trockenhefe)

200 g Roggenmehl

500 g Weizenmehl (Typ 405)

2 TL Salz 

2 TL Rübenkraut (alternativ Honig)

1 TL Zucker

 etwas Öl


Zunächst die Kartoffeln schälen und am Besten in einer Küchenmaschine zerkleinern. Natürlich könnt Ihr die auch auf einer Reibe reiben, mächtig viel Arbeit !!! Zu den Kartoffeln gebt Ihr sämtliche Zutaten, bis zu Öl. Entweder knetet die Küchenmaschine für Euch, oder Ihr setzt Eure Muckis ein. So etwa 4-5 Minuten. Es entsteht ein eher zäher Teig...., muss so sein. Den Teig lasst Ihr dann für ca. 1-1,5 Stunden mal gemütlich an einem ruhigen, warmen Ort entspannen. Bei mir kommt die Schüssel mit dem Teig immer auf mein Sofa und unter die Wolldecke.

Jetzt wird es lustig... Nachdem der Teig deutlich an Volumen gewonnen hat, kommt die Sache mit dem Öl. Auf einer Arbeitsfläche streut Ihr etwas Mehl, Teig drauf und dann gebt Ihr Euch etwas Öl (1-2 EL) über die Hände. Mit diesen öligen Händen knetet Ihr den Teig nochmal ordentlich durch. Hat am Anfang fast schon was sinnliches, wird dann aber immer klebriger. Da hab ich dann mal ins Mehl gegriffen, um das zu regulieren. Nun kommt der Teig in eine Form mit Deckel, oder alternativ in einen Topf mit Deckel.

Das Ganze dann in den kalten Ofen. Diesen jetzt auf 220 Grad Ober/Unterhitze anschalten und 50 Minuten abwarten.








Jetzt kommt der Augenblick der Wahrheit ! Schaut Euch Euer Brot an. Ist es schon schön braun und knusprig ? Holt es in die Hand (bitte mit Handschuhen, da Verbrennungsgefahr !) und klopft auf die Unterseite. Wenn es sich hohl anhört ist es fertig. Ich lass meistens das Brot noch für ein paar Minuten, ohne Form im Ofen. Da schalte ich aber schon alles aus. Die Resthitze gibt einfach nochmal ein besonders knuspriges Brot.

Versucht Euch zu beherrschen, bis das Brot ausgekühlt ist !!!!! 


Einfach nur mit Butter..., himmlisch 😇😇😇👍

Und auch hier wieder der Beweis, wie vielseitig die Kartoffel ist.





Kommentare

  1. Ich habe es heute nachgebacken. Was soll ich sagen, wunderbar fluffig und äußerst lecker! Als nächstes werde ich wohl mal das Bierbrot testen ;)

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  2. Das leckerste Brot überhaut! Getoastet mit Butter oder in der Pfanne angebraten mag ich es besonders gerne.

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  3. In der Pfanne gebraten..., wieder eine tolle Idee ! Probier ich auch mal.

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