Des Rätsels Lösung...

Na, habt Ihr es bereits erraten ?

Ok, ich schätze die Leser aus dem Saarland und unmittelbarer Umgebung wussten sofort, was ich da gestern vorbereitet habe 😃
Aber, ich habe auch den ein- oder anderen Leser, der nicht aus dieser Gegend stammt. Und ich wusste früher auch nicht, was das ist.

Es geht um den FLAMMKUCHEN. Eine Spezialität aus dem Saarland, dem Elsaß, Lothringen, aus der Pfalz und Baden.
Die Grundlage besteht aus sehr dünnem Teig (wirklich sehr dünn), als Boden und dann klassisch mit Creme fraiche, oder Sauerrahm bestrichen, Speckwürfeln, Pfeffer, Salz und natürlich rohen Zwiebeln belegt. Das ist also der klassische Flammkuchen:
Ich kannte diese Spezialität früher wirklich nicht. Dann zog ich ins schöne Saarland und wir hatten im Ort ein "Flammkuchenhaus". Das war eine echte kulinarische Offenbarung !
Leider hat die Lokalität irgendwann schließen müssen und so habe ich mich dann langsam an diese Leckerei herangewagt. 
Am Anfang etwas holperig, dann wurde es immer besser. Und mittlerweile ein Wunschgericht, vieler Gäste von uns, denen ich diesen Wunsch nicht abschlagen kann 😉
So auch gestern. Da haben wir einen Doppelgeburtstag nachgefeiert. 

Teig herstellen, ohne Hefe (reicht für ca. 4-6 Stück)
150 g lauwarmes Wasser
300 g Mehl (405)
2 EL Olivenöl
1 TL Salz

Die Zutaten in einer Schüssel, oder Küchenmaschine zu einem Teig verkneten. 
Die gewünschten Zutaten bereit stellen und den Backofen auf 200 Grad Ober/Unterhitze aufheizen. 
Eine gerade Fläche etwas bemehlen und ein gutes Stück Teig darauf kreisrund (ca. 25cm) ausrollen. Der Teig soll schön dünn werden. Je dünner, desto knuspriger wird der Flammkuchen.
Den Teig auf ein, mit Backpapier belegtes Blech geben und dann mit etwas Creme fraiche bestreichen und mit Zutaten nach Wahl belegen. Etwas mit Salz und Pfeffer würzen und die Zwiebeln nicht vergessen.
Aber hier gilt, nicht zu viel ! Sonst wird das Ganze zu nass und matschig.
Ist der Ofen aufgeheizt, könnt Ihr den Flammkuchen in den oberen Bereich schieben und ca. 8-10 Minuten  backen (auch hier gilt wieder, jeder Ofen ist anders).

Teig herstellen, mit Hefe (reicht für ca. 5-8 Stück)
180 g lauwarmes Wasser
400 g Mehl (405)
0,5 Würfel frische Hefe (altern. 1 Pack. Trockenhefe)
1 TL Salz
50 g Olivenöl

Die Zutaten in einer Schüssel, oder Küchenmaschine zu einem Teig verkneten. Anschließend für ca. 1-2 Stunden, an einem warmen Ort ruhen lassen.
Dann könnt Ihr genauso mit dem Teig verfahren, wie oben angegeben. 
Der Teig ist eindeutig "Geschmacksache" ! Beide werden sehr gut.

Als Grundlage kommt immer Creme fraiche, oder Sauerrahm auf den Teig. Dann sind Eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Ihr könnt Euch richtig austoben 👍

Hier ein paar Beispiele von mir, gerade wenn auch mal Leute mitessen, die keinen Speck mögen:
Thunfisch, Mais, Frühlingszwiebeln, Zwiebeln

Natürlich, wir im Saarland kennen das nur zu gut, Münsterkäse. Wer den nicht bekommt, kann gerne einen anderen, kräftigen Rotschimmelkäse nehmen

Hier der Klassiker, mit Speck und Zwiebeln

Und natürlich darf es zum Nachtisch auch was Süßes sein 😜, hier mit Honig, Bananen und Schokoladenstreuseln

ALLE MEGA LECKER !!!!

Wer einen Pizzastein hat, kann die Flammkuchen auch darauf backen. Dann werden die noch knuspriger. Alternativ grillt mein Mann die auch. Aber dann benötigt Ihr einen Grill mit Deckel !

Es gibt auch einen kleinen Nachteil, der Koch ist ständig beschäftigt 😟
Der Teig muss ausgerollt werden, die Flammkuchen müssen belegt werden usw. Ich sage Euch, die gehen so schnell weg, da wird es leicht stressig in der Küche.
Wir zerteilen die dann immer mit dem Pizzaschneider und jeder bekommt nur ein paar kleine Stückchen. Natürlich kommt es auf die Personenzahl an.
Und ich gebe es auch zu, bei vielen Personen greife ich auch mal gerne auf fertigen Flammkuchenteig, aus der Kühlung zurück. Da haben wir hier im Saarland ein sehr gutes Angebot.

Also egal, wie Ihr den Teig macht, belegt diesen mit leckeren Zutaten Eurer Wahl und geniesst diesen anschließend. Eine wunderbare Leckerei, versprochen 😇





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