Knoblauch-Würzcreme

Ich liebe es zu würzen. Ich liebe starke Gewürze. Ich liebe feurige Gewürze. Ich liebe wärmende Gewürze. Überhaupt - ich liebe Gewürze 😍
Was man damit alles machen kann. Sie verleihen Speisen erst den richtigen Pfiff. Oder unterstreichen den Charakter einer bestimmten Speise.
Z.B.: 
Paella, ohne Safran ? Ja geht auch, aber Safran bringt erst den richtigen Ton in das Gericht.
Oder Leberwurst, die ohne Majoran ? Undenkbar ! Probiert mal eine vegetarische Leberwurst. Der Geschmack kommt eindeutig durch die Gewürze.
Jetzt beginnt die Zeit der Plätzchen, des Spekulatius, des Lebkuchens. Ohne bestimmte Gewürze undenkbar !
Ich denke, Ihr habt mich verstanden 😆!

Was ganz oft bei uns dabei sein muss, ist Knoblauch. Eine Zehe, zerdrückt zu Bratkartoffeln - herrlich !
Ich habe das Glück, das ich durch einen ganz lieben Menschen, wunderbaren Knoblauch aus Frankreich bekomme. Einmal im Jahr, 2 kg. Leider hält der bei mir in der Küche nicht so lange. Darum verarbeite ich diesen dann zu einer richtig tollen Knoblauch-Würzcreme.
Diese ist dann gut haltbar - bis zum nächsten Nachschub.

Und gerne verrate ich Euch mein Rezept dazu:
500 g Knoblauch
125 g feines Salz
125 neutrales Öl
Öl zum nacharbeiten
Küchenhandschuhe ! Sonst riecht Ihr tagelang nach Knofi

Zur Verarbeitung benötigt Ihr die Unterstützung einer Küchenmaschine, oder eines Mixers. Dann noch ein paar gut gespülte Gläser.
Beim Öl nehme ich persönlich Rapsöl. Das hat sich bei uns durch den neutralen Geschmack so ergeben. Bitte kein Olivenöl nutzen. Olivenöl ist zu geschmacksintensiv. Je nach Hersteller, habe ich auch mit Sonnenblumenöl schlechte Erfahrung gemacht. Manche schmecken bitter und das ist mir zu dominant. Es muss für die Creme auch kein sehr hochwertiges Öl sein. Das Öl dient eher der Haltbarkeit und der Streichfähigkeit. Natürlich würzt das Salz, ist aber ebenfalls für die Haltbarkeit zuständig.

So, nun los..., zunächst die Knollen in Zehen brechen und diese aus der Schale holen. Die Zehen sollen nackig werden.
Die Zehen in die Küchenmaschine geben. Jetzt Salz und Öl dazu und dann auf hoher Stufe mixen, bis die Konsistenz sehr cremig ist. Ihr könnt auch zwischendurch mal eine kurze Pause einlegen und die Masse wieder runter schieben.
Die Creme, in die bereits vorbereiteten Gläser füllen. Den Rand säubern und mit einem kleinen Schluck Öl versiegeln. Deckel gut zudrehen und an einem dunklen, kühlen Ort (Keller) aufbewahren. Ist die Creme angebrochen, bitte immer darauf achten das Öl zum abdichten auf der Creme ist. Und diese dann im Kühlschrank aufbewahren.
Bei mir hält die Creme so ca. 1 Jahr.

Ich würze damit sehr viel. Da Salz mit dabei ist, bitte sparsam damit umgehen, sonst versalzt Ihr ggf. Eure Speisen. Ich nehme meistens ca. 1/2 TL. 
Die Creme eignet sich auch bestens, um Fleisch einzulegen. Dann darf es auch mal etwas mehr sein.

Ich möchte auf diese tolle Würzcreme nicht mehr verzichten !



Kommentare

  1. Ja, sehr lecker! Mache ich auch immer. Nur nicht als Creme, sondern als ganz superfeingehackte Paste. Auf frischen Brot gestrichen ein Genuß!

    AntwortenLöschen
  2. Hallo liebe Anne, bei mir ist es so cremig durch das Öl. Aber es einfach so auf`s Brot zu streichen ? Uih, das ist mir zu heftig. Aber z.B. etwas auf Bruchetta und dann überbacken, hmmm das ist fein.

    AntwortenLöschen
  3. Wir streichen es so aufs Brot. Lecker, wenn das Brot sogar noch warm ist. Oder darüber dann noch Tomaten/Zwiebelwürfel. Quasi als Bruschetta. Mhhh lecker!

    AntwortenLöschen

Kommentar veröffentlichen