Wildkräuter - Scharbockskraut

Da ich ja auch gelernte Kräuterpädagogin bin und Kräuter und Wildkräuter/Unkräuter auch mal ganz gerne nutze, werde ich von nun an immer auch ein wenig mein Wissen an Euch weiter geben. Ich informiere Euch, aber ich fordere Euch auf, wenn Ihr Spaß an solchen Kräutern habt, achtsam zu sein und ggf. einen Kurs zu besuchen. Nicht jedes Kraut ist eindeutig zu identifizieren, schon garnicht über meine Bilder. Auch empfehle ich hier keine speziellen Heilwirkungen der Pflanzen, oder rate dazu Sud, Cremes, Tinkturen o.ä. herzustellen.
Das überlasse ich Anderen. Ich möchte Euch einfach die Schönheiten der verschiedenen Wildkräuter und auch Unkräuter näher bringen. Bei eindeutig zu identifizierenden Pflanzen lege ich auch gerne mal ein Rezept dazu.

Was blinzelt denn da so zart aus dem Laub heraus ? Die ersten Sonnenstrahlen locken jetzt die ersten Wildkräuter aus Ihrem Winterschlaf. Ein sichtbares Zeichen, der Frühling beginnt.
Hier seht Ihr das hübsche Scharbockskraut, mit Blüte. Es ist wirklich eines der ersten Wildkräuter. Das Kraut kommt immer in Teppichen vor. Im Wald, an leicht feuchten Stellen, auch am Wegrand kann man es finden. Von den Blättern her, erinnert es mich immer wieder an Herzen. Die Blüten erfreuen einfach mit Ihrem satten Gelb das Auge.
Der Name leitet sich davon ab, das "Skorbut" auch "Scharbock" genannt wird. Skorbut ist eine Vitamin C Mangelerkrankung. Diese hatten in früheren Zeiten oft die Seefahrer.
So war es früher üblich, das Seefahrer immer einen Vorrat auf dem Schiff hatten, um den Vitamin C Bedarf zu decken. Da es schwieriger war, frisches Obst, oder Gemüse auf langen Reisen mitzunehmen.
In der heutigen Zeit ist dies nicht mehr nötig.

Generell rate ich davon ab, diese Pflanze zu essen. Sie gehört in die Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse. Diese sind meistens giftig.
Vor der Blüte, können die glänzend, grünen Blätter gesammelt und gegessen werden. Man kann die Blätter z.B. über Salat streuen, oder in Quark einrühren. Die Blätter sollten direkt verwendet werden.
Aber VORSICHT, auch hier kommt es schnell zu Unwohlsein. Das liegt an dem Protoanemonin in der Pflanze. Dieses ist in eher geringer Konzentration, vor der Blüte in den Blättern zu finden. Wenn die Pflanze blüht steigt diese Konzentration sehr stark an.
Vom Geschmack her, sind die Blätter eher bitter, leicht scharf. Also nicht unbedingt der Knaller.
Darum, erfreut Euch an dem Anblick und wartet auf weitere, schmackhaftere Wildkräuter.






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