Ab in den Süden...!
So weit braucht man für diese Köstlichkeit nicht reisen, aber es schmeckt einfach nach Süden, nach Urlaub und einfach gut, Engelsgleich.
So weit braucht man für diese Köstlichkeit nicht reisen, aber es schmeckt einfach nach Süden, nach Urlaub und einfach gut, Engelsgleich.
Auch hier bin ich wieder über ein Rezept gestolpert, das wohl aus der Türkei stammt. Ich war neugierig, da so einige Gegensätze in diesem Dessert zu finden sind. Ob das wohl schmeckt ?
Und was soll ich sagen ? Es hat mich und meine Lieben echt umgehauen.
Es gibt wohl einige Namen wie "Knafe", oder so. Ich bleibe bei Engelshaar-Dessert. Da weiss ich genau, wie ich es richtig ausspreche.
So, nun mal schauen was das ist. Engelshaar sind ganz feine, zarte Teigfäden. Diese werden in der Türkei gerne eingesetzt, mal süß, aber auch herzhaft.Interessant war, wie ich daran gekommen bin.
Man bekommt Engelshaar in türkischen Geschäften. Da gibt es einige bei uns und ich schätze, jeder hat so einen türkisch-orientalischen Laden in der Nähe.
Die heissen übrigens Kadayif, im Original.
Nun denn, ich bin also in den Laden und habe den jungen Mann gefragt, wo ich Engelshaar finde. Dieser hat mich etwas erstaunt angesehen und dann den Kopf geschüttelt. Ich habe das dann nochmals wiederholt und dann gab mir der junge Mann zu verstehen, das er mich nicht richtig versteht, da er kaum Deutsch spricht.
Offen gestanden, ich war etwas irritiert. Da habe ich tatsächlich vorausgesetzt, das mich in einem türkischen Laden, bei uns um die Ecke jeder versteht. Aber NEIN, es gibt dort eine eigene, kleine Welt.
Da stand ich ziemlich belämmert da. Dann fiel mir gerade noch ein, wie man den Nachtisch nennt und daraufhin flitze der junge Mann los und zeigte mir das Engelshaar. Klasse ! Er zeigte mir dann auch, das man es als Fertiggericht aus der TK kaufen kann. Und das, ohne Worte.
So sieht Engelshaar aus:
Für eine Tarteform, oder eine Springform (26/28er) genötigt Ihr:
250 g Engelshaar (Kadayif)
250 g Mozarella
200 g Mascarpone
eine Prise Salz
500 ml Wasser
250 g Zucker
100g Butter
Zunächst die Butter in einem Topf schmelzen lassen und zur Seite stellen.
In einem anderen Topf Wasser und Zucker erwärmen, sodass der Zucker sich langsam auflöst und es einen schönen Sirup gibt. Und bitte immer gut rühren.Wenn der Zucker kpl. geschmolzen ist, den Topf zur Seite ziehen und den Sirup etwas abkühlen lassen.Nun nehmt Ihr 250 g Engelshaar und zieht dieses auseinander. Am Besten auf einer Hitzebeständigen Unterlage, da Ihr die geschmolzene Butter in die Fäden einarbeitet.
Hier auf dem Foto könnt Ihr die "Farbunterschiede" recht gut erkennen. Nehmt die flüssige Butter, gebt etwas über die Fäden und massiert diese dann durch. Die Fäden nehmen die Butter dankbar auf und man spürt die Veränderung der Griffigkeit. Ausserdem liebe ich es, mit den Händen zu arbeiten.So, nun ist der Teig soweit, in eine Form gebracht zu werden.
Dafür bitte eine Form gut einfetten und ca. die Hälfte der Engelshaar locker hineinlegen.
Nun gebt den Mascarpone und den Mozzarella in eine Schüssel (Mozzarella so klein wie möglich geschnitten) und vermischt den Käse. Zum guten Schluss kommt noch die Prise Salz dran und wieder gut mischen. Zum einfachen arbeiten, empfehle ich den Mozzarella zum Überbacken zu kaufen, der ist bereits zerkleinert und lässt sich gut verarbeiten.Diese Masse gebt Ihr nun auf das Engelshaar in der Form.
Ihr seht, man muss keinen Schönheitswettbewerb daraus machen. Ich schätze das kommt dann mit der Übung. Für uns war es perfekt.Gebt das restliche Engelshaar nun über den Käse und drückt es leicht zusammen.
Nun habt Ihr die Möglichkeit, a. entweder die Form so in den Kühlschrank zu stellen, zur späteren Verwendung, oder b. den Ofen auf 200 Grad Ober/Unterhitze aufheizen zu lassen.Ist der Ofen heiss, dann stellt diesen tollen Nachtisch für ca. 15-20 Minuten auf die mittlere Schiene, in den Backofen.
Die Fäden sollen schön gebräunt und knackig werden.
Ist der Knafe fertig, die Form auf einen feuerfesten Untergrund stellen und dann das Engelshaar mit dem Zuckersirup, vorsichtig begießen.
Am Anfang knackt das richtig schön. Das soll so sein 👍
Der Sirup ist natürlich für die Süße des Desserts da. Also gebt ganz nach Eurer Laune den Sirup drüber. Der Teig saugt diesen nach und nach auf und es entsteht dieser himmlische Nachtisch.










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