verdrehter Apfelkuchen

Mein lieber Klaus liegt mir schon seit Wochen in den Ohren, ich möchte doch bitte mal wieder was backen. Ich benötige dafür Zeit und Lust. Vor allem Lust, da ich so überhaupt kein Kuchenesser bin. Nur ab und an überkommt es mich dann doch mal.
Was ich ja sehr gerne backe, ist was mit Äpfeln. Das sollte Euch auch schon aufgefallen sein 😉. Es ist so schön einfach. Und Äpfel sind ja gesund !
Nun denn, dachte ich, Klaus ist mit dem Rad los und ich hatte Zeit und Muße etwas für Ihn zu backen. Mein Zeitfenster betrug ca. 1,5 Stunden.
Für die ganz schnelle Tarte Tatin fehlte mir der Blätterteig. So kam ich zum "verdrehten Apfelkuchen".
Die Zutatenliste:
130 g kalte Butter
210 g Mehl (405)
30 g Zucker
15 g Vanillezucker
1 Ei
3-4 Äpfel (je nach Größe)
120 g Zucker
60 g Butter
30 ml Wasser

Zunächst stellt Ihr aus den Zutaten 130 g kalte Butter, 210 g Mehl, 30 g Zucker, 15 g Vanillezucker und ein Ei, einen Mürbeteig her. Dafür benötigt Ihr eine große Schüssel und Eure Muskelkraft, oder eine Küchenmaschine.
Knetet den Teig zu einer Kugel zusammen und wickelt diesen in Frischhaltefolie. 
Diesen Teigknubbel gebt Ihr in den Kühlschrank. Jetzt könnt Ihr den Ofen auf 200 Grad Ober/Unterhitze aufheizen lassen.
Nun sind die Äpfel dran. Viertelt und schält die Äpfel, dann kommt noch das Kerngehäuse raus und nun schneidet Ihr feinere Scheiben.
Ich schneide immer und lege dann die Spalten aus. Wenn welche über sind, kein Problem. Die wandern in den nächsten Joghurt.
Wenn es zu wenige sind, dann eben noch einen Apfel fertig machen. 
Schnappt Euch eine Tarteform und fettet diese sehr gut ein. Eine Springform ist nicht so gut geeignet, da wir noch einen leichten Karamell herstellen. Dieser könnte aus der Form laufen.
Nehmt Euch einen kleinen Topf. Stellt die Hitze auf dem Herd auf erhöhte Stufe und gebt den Zucker, die Butter und das Wasser hinein. Wenn Ihr merkt dass der Zucker sich anfängt zu verflüssigen, die Butter schmilzt, dann rührt das Ganze. Es muss sich nur alles zusammen auflösen.
Leider hatte ich hier zu wenig Hände und habe es nicht geschafft davon ein Foto zu machen.
Der Butter-Sirup muss nicht dunkelbraun werden. Es reicht wirklich, wenn der Zucker aufgelöst ist und die Butter geschmolzen.
Diesen "klaren" Sirup bitte vom Herd nehmen. Der sollte auch nur erwärmt werden und nicht kochen !
Circa die Hälfte gebt Ihr in die Kuchenform und verstreicht das Ganze gleichmäßig.
Direkt danach werden die Äpfel, fächerartig darauf gelegt. 
Nun gebt Ihr den Rest des Sirup auf die Äpfel und verteilt es wieder so gut es geht.
Nun kommt der Teig wieder ins Spiel. Diesen rollt Ihr etwas größer, wie die Kuchenform aus.
Jetzt kommt die Schwierigkeit Nr. 1, Ihr müsst den Teig nun schön ordentlich auf die Äpfel legen.
Bei mir hatte sich leider der Teig etwas zu fest an der Arbeitsmatte gehaftet. Denkt bitte daran genug Mehl beim ausrollen zu nutzen 😌
Mit ein bisschen Nacharbeit wurde der Teig dann doch noch gut auf die Äpfel gelegt. Nun kann das Ganze in den Backofen. Legt die Form auf die mittlere Schiene und lasst diese ca. 35-40 Minuten backen.
Der Teig sollte schön gebräunt sein, der Duft unwiderstehlich und die Vorfreude groß.
Heraus kommt dann
dieses wunderbare Exemplar ! Lasst den Kuchen so ca. 10 Minuten auskühlen. Sucht Euch in der Zeit schon mal eine schöne große Platte, oder einen Teller (ich habe mir einen Pizzateller geholt). Nun kommt die Schwierigkeit Nr. 2.
Nach dem kurzen auskühlen könnt Ihr den Kuchen nun auf den großen Teller, oder der Platte stürzen. Seit vorsichtig, klopft auf die Form, dass auch alles rausgeht. Und wartet damit nicht zu lange. Je kälter der Sud wird, desto fester wird dieser. Darum ist es dann auch immer schwieriger, den Kuchen zu drehen. 
Wenn Ihr diese Pracht also nun so gedreht habt, lasst diesen nochmals 10-20 Minuten abkühlen. Die Oberfläche wird dadurch etwas fester.

Und dann heißt es, GENIESSEN !

Übrigens: Klaus war total aus dem Häuschen. Nach dem Sport so eine schöne und leckere Überraschung 😘

 







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